15.06.2012

Wenn konsumieren nicht glücklich macht

Shopping ist zum Volkssport geworden. Viele Familien verbringen Ihren Samstag Morgen im Shopping Zentrum. Gekauft wird was benötigt wird, was gefällt oder einfach was gerade in ist. Man stürzt sich auf Aktionen und Sonderpreise.
Bild: Werner Braun / pixelio.de

Die Produkte werden immer billiger und man kauft immer mehr davon. Kleider werden oft nur ein paar Mal getragen bis diese wieder entsorgt werden. Die Einrichtung der Wohnung wird regelmässig gewechselt.  Kommt ein neues iPhone auf den Markt, so ist es ein Muss dieses zu haben, obwohl das letzte noch sehr gut funktioniert.

Gekauft wird immer mehr mit Geld, dass man noch gar nicht besitzt. Man zahlt mit der Kreditkarte und hat kaum mehr eine Kontrolle über seine eigenen Ausgaben. Man zahlt in Tranchen bis weit ins nächste Jahr hinaus. Wichtig ist, dass man alles sofort kaufen kann.

Die Konsumenten vergleichen die Preise über Internetplattformen und versuchen bewusst das beste Geschäft zu machen. Nur wird oft vergessen, dass man am billigsten fährt, wen man gar nicht kauft! 

Ich frage mich manchmal wie blöd ich bin dieses Spiel mitzumachen? Wie viele Kleider brauche ich eigentlich? Welche Produkte sind wirklich notwendig für meine Wohlbefinden? Welche Tools sind für meine Arbeit unumgänglich? Wie viele von all meinen Sachen brauche ich regelmässig? 

Oder anders gefragt. Wie lange musste ich arbeiten um alle die Objekte zu bezahlen die in meiner Wohnung herumstehen? Wie viel Platz hätte ich in dieser zur Verfügung, wenn ich nicht alle die nicht notwendigen Sachen hätte? Wie viel Energie und Ressourcen stecken in der Produktion dieser Objekte und wie viel wird anschliessend verbraucht um diese zu entsorgen?

Wenn ich weniger konsumiere brauche ich auch weniger Geld. Ich brauche weniger Lebensraum um meine Besitze zu verstauen. So reicht mir eine kleinere Wohnung und ich kann damit noch einmal meine Lebenskosten reduzieren. Wenn ich weniger Geld brauche, dann muss ich auch weniger arbeiten und habe so mehr Zeit. Mit weniger Objekten geht auch weniger Zeit verloren für deren Unterhalt und deren Sauberkeit. Es bleibt mir schlicht mehr Zeit zum leben und gleichzeitig schone ich die Ressourcen die meinen Kinder zur Verfügung stehen werden.

Überdenkst auch du dein Konsumverhalten? 



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