18.06.2012

Die Mathematik der Natur

In letzter Zeit habe ich viel über Marketing und Design gelesen, weil ich für meine Arbeit immer öfter gestalterisch aktiv sein muss. Als Neuling in dieser Branche stiess ich auf einen Begriff der mich angesprochen hat. Es handelt sich um den goldenen Schnitt. Der goldene Schnitt kommt zur Anwendung in Design, Fotografie, Architektur, usw. und definiert das Verhältnis geometrischer Formen damit diese für das menschliche Auge harmonisch wirken.


Der goldene Schnitt

Auf den meisten Foto- und Videokameras gibt es zum Beispiel eine Funktion die es ermöglicht Gitternetzlinien auf den Bildschirm des Geräts zu zeichnen. Einfachheithalber wird das Bild in 3 Bereiche aufgeteilt wo A = 2 x B (siehe Bild: der goldene Schnitt). Wird das Bild in jede Richtung (links > rechts, rechts > links, oben > unten, unten > oben) so geteilt, erhält man dieses Gitternetz. Indem das Objekt das man aufnehmen möchte auf einem Knoten dieser Linien platziert wird, bildet man einen goldenen Schnitt nach. So erscheint das Bild harmonischer und natürlicher. Ein guter Typ für alle Hobby-Photographen!

Ich fragte mich wieso ein solch aufgenommenes Bild auf uns harmonischer wirkt, und machte mich auf die Suche. Die Antwort ist relativ einfach und extrem erstaunlich. Dieses Verhältnis ist die mathematische Formel der Natur! Das exakte Verhältnis des goldenen Schnitts beruht auf der Teilung von A durch B = 1.618. Gemäss meinen Quellen findet man diese Relation überall in der Natur; zum Beispiel bei der Distanz zwischen den Zweigen eines Baums. Im Verhältnis der Spiralengrösse eines Schneckenhauses, usw.

Unser Körper ein Abbild der mathematischen Formel der Natur

Das kann ich nicht glauben. Ich nehme das Messband hervor. Ich messe zuerst meinen Fuss. Dieser ist 25.7 cm lang. Dann messe ich die Distanz zwischen Fuss und Knie was 42 cm ergibt. Das Verhältnis ist 42 / 25.7 = 1.67. Ok, nicht weit weg von 1.618. Ich brauche ein zweites Beispiel. Meine Hand misst 18.7 cm. Von meinem Handgelenk zum Ellbogen messe ich 30 cm. Das Verhältnis hier ist 30 / 18.7 = 1.604. Das reicht mir noch nicht. So messe ich die Distanz vom Bauchnabel bis zur Fusssohle (112 cm) und anschliessend meine Körpergrösse (182 cm). Dieses Verhältnis beträgt 182 / 112 = 1.625. Ich glaube langsam daran. Noch eine Messung zur Absicherung. Gesichtsbreite = 15 cm; Gesichtshöhe = 24 cm. Das Verhältnis meines Gesichts 24/15 = 1.6. Ok ich bin überzeugt. Mein Körper ist nach diesem Verhältnis vermessen. 

Der goldene Schnitt findet man überall in der Natur und auch in den Errungenschaften der Menschen. Da unser Auge an dieses Verhältnis gewöhnt ist, setzten sich Gestaltungen in diesen Massen auch überall durch:

  • Die Bauten von Le Corbusier
  • In den Gemälden von Da Vinci
  • Die griechischen Tempel auf der Akropolis
  • Stradivardi Geigen
  • Breitbildfernsehen 16/9 = 1.77
  • Computerbildschirme 16/10 = 1.6
  • Kinofilmformat 5/3 = 1.66 

Quelle: Wikipedia



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